gerade eben zurück aus dem schweizer jura, mit gelben narzissenhängen, blauen leberblümchen, buschwindröschenhängen, demersten bärlauch, märzenbecher, veilchen und lungenkraut- so gut!
ja, der frühling ist da- ich freue mich
@ 2009-03-31 – 18:03:02
gerade eben zurück aus dem schweizer jura, mit gelben narzissenhängen, blauen leberblümchen, buschwindröschenhängen, demersten bärlauch, märzenbecher, veilchen und lungenkraut- so gut!
ja, der frühling ist da- ich freue mich
@ 2009-03-23 – 02:00:05
IN DER NACHT
Die Zeit
in der
die Sterne
durchs Fenster
schaun
der Fuchs
in der Ferne
bellt
ein Auto
die
Stille durchbricht
Scheinwerferlicht
Fensterkreuze
an die Wände malt
der Liebste
neben mir
tiefen Atem
in das Zimmer bläst.
Frieden
im Ibachtal.
22.03.2009
U.G.

@ 2009-03-23 – 01:36:01
VERLOREN
Ich habe
es nicht
gewusst
bisher
Dich
habe ich
verloren.
Das Kinderbild
noch klar
die kurzen Hosen
der blonde Schopf
gemeinsam
unter dicken Federbetten
kichernd verborgen.
Abenteuer
in einer fremden Stadt
die Anderen verloren
im Aufzug
stecken geblieben
mit dir
mein erstes Hotel.
Verschwommen
das Bild
der Gewittersommertage
in den Weinbergen
Deiner Stadt
damals
brach der Kontakt.
Manchmal
gab es Begegnung
in der Erinnerung
ob Du Dich manchmal erinnert hast?
nun
habe ich
Dich verloren.
Trauer
zwölf Jahre
nach
Deinem Tod
beim Lesen
Deiner Gedichte
zu spät?
für Horst Giepen 1953-1997
22.03.2009
U.G.
ZU DIR
Kein Weg
mehr
zu Dir
kein Weg
aus Asphalt
kein Weg
auf dem der Matsch
an den Fußsohlen
kleben bleibt
kein Weg
der sich
durch Schneewehen gräbt.
Auf leisen
Erinnerungssohlen
gehe ich
die überwachsenen
alten Herzenspfade
zu Dir
von Dir
wie gewollt
unerkannt.
22.03.2009
U.G.
und ein letztes
SEILTANZ
Schmal
ist der Grad
zwischen
der Felswand rechts
und dem Abgrund links.
Schmal
ist der Grad
zwischen
den Berg hinauf
und dem Absturz.
Schmal
ist der Grad
zwischen
den Kopf
der Sonne entgegen strecken
und ihn in den Sand stecken.
22.03.2009
U.G.

@ 2009-03-23 – 01:34:41
heute ist so eine nacht, in der ich schreibe, statt schlafe, also warum nicht teilen?
MENSCHSEIN
Menschsein
ist Tugend
ist Demut
ist Mitgefühl
eine Lachnummer
für Mancheinen
in dieser Welt.
Menschsein
ist Liebe
ist Verzeihen
ist Freude
torkelt über den grauen Asphalt
einsam krümmt es sich in der Nacht
in dieser Welt.
Menschsein
ist Trauer
ist Berührung
ist Miteinander, Füreinander
ein Ringen
ein Sehnen
ein Ziel
das erreichbar ist
in dieser Welt.
22.03.2009
U.G.
ZUKUNFT
oder die Erde kann wieder atmen
Es schüttelt sich
das letzte Vogelpaar
es brummt
ein vorletzter Wal:
„Wir haben es ja gleich gesagt,
der Mensch,
der geht vorbei.“
Es stampft ein Büffel
ein scheinbar Letzter
frei durch die Prärie
und sucht den Zweiten
dann werden sie ein Paar.
22.03.2009
U.G.

@ 2009-03-22 – 17:00:52
der erste sonntag dieses gerade frisch geborenen frühlings, der bei uns noch immer schneeschmelze heißt.
schneeschmelze,
die wege und straßen breiter macht,
die um die bäche
wiesenränder mäandern lässt,
kreise um bäume und steine zieht,
löcher in geschobene schneeberge tropft.
schneeschmelze,
die hoffnung in sich trägt.
hoffnung auf sattes frühlingsgrün,
hoffnung auf blumenwiesen.
schneeschmelze,
die den platz vor dem haus
schon wieder frei gegeben hat
zum sitzen in der sonne
und auftanken.
schneeschmelze,
unterm rosenbusch abgeschlossen,
wo nun wieder der kater liegt.
schneeschmelze,
mit frühlingsdrängen im blut
und vogelzwitsch in der luft.
schneeschmelze,
die mich ungeduldig werden lässt,
mit schneeglöckchengruß
und tulpendrängen im gepäck.


@ 2009-03-19 – 09:58:56
die frühlingskräfte schießen empor und lassen in windesgeschwidigekeit die schneemassen schmelzen - ich will gleich an unseren dorfbach schauen gehen, ob sich schon die ersten sumpfdotters zeigen, aber vielleicht bin ich ja auch zu früh . . .
es ist ein ringen in der natur, frühlingskraft gegen winterkraft, ich nannte es auf meiner gestrigen collage, der tanz vom sterben und leben:
und es wird doch frühling ![]()
@ 2009-03-13 – 13:12:20



MUTTERBODEN
Wo ist Heimat
wann und warum
ist Heimat
wer
Wurzeln
wer
schlug
Wurzeln
in Böden
zur Heimat?
Zugvögel
von Osten nach Westen
von Norden nach Süden
ich kann Mutterboden riechen
an Vater statt
fruchtbar, dunkel, feucht
sattes Leben duftet
Vertrauen wächst
Frucht auch-
Die Väter
werden nicht wirklich gebraucht
Entwöhnung
zwei Weltkriege
es traf ihn der Vater, der erste
es traf ihn der Sohn, der zweite
sie überlebten
beide
der Dritte ging verloren
zwischen den Welten
inmitten des Krieges,
dem zweiten
kein Atem mehr.
Die Bilder
die Taten
unerzählt
ungeteilt
vermodert
in den
entleerten Gräbern.
für die schweigenden Großväter
für den schweigenden Vater
12.03.2009 UG.
@ 2009-03-13 – 13:02:56
VON OST NACH WEST
gelbe, weite Ährenfelder
dunkle, steinerne Ehrenfelder
zwei Kriege
am Ende
fällt sie doch
die Mauer
noch heute
im Kopf
gemeinsam
mit dem eisernen Vorhang
Mooreichen
Gasleichen
unvorstellbar
das Grauen
in den Genen
der nicht
gelebten
Zeit.
@ 2009-03-10 – 16:47:17
eigentlich müsste ich an meinem kinderbuch feilen, das mitte september heraus kommen soll, aber mir ist seit tagen nach nix- hier schneit es wieder in einem fort und ich bin irgendwie vollkommen unmotiviert- und dazu leer, alles weiß in meinem kopf! SCHADE
dödel im netz herum, schreibe freundinnen und in einem forum, zwischendurch wischel ich mal hier und da, gieß die blumen und der krimi von fred vargas ruft und ruft- ich glaube, diesem ruf werde ich jetzt folgen!
@ 2009-03-09 – 08:49:37
Als ich meine Brille vergessen hatte
habe ich das Licht ausgemacht und das Fenster geöffnet
JA UND ?
Ich habe den Mond angeschaut
JA UND ?
und die Wolken,
die vor den Mond gezogen sind
JA UND ?
Ich habe Spaß gehabt
. . .
ACH SO !
Ulli Herbst 2008
Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen von Privatpersonen, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.